Bundestagung in Aachen

Zum ersten Mal seit ihrem mehr als 100-jährigen Bestehen richtete die Gruppe Aachen am 22. und 23. April die Bundestagung mit großem Erfolg aus. Dank der perfekten Teamarbeit von 10 Damen aus der Gruppe Aachen unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Prof. Ulla Dohmann und der stellvertretenden Vorsitzenden Anita Braunsdorf kamen die rund 100 Teilnehmerinnen in den Genuss, Aachen aus vielen Perspektiven kennenzulernen. Zum einen waren es die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt, die während unterschiedlicher Führungen gezeigt wurden, zum andern waren es bekannte Aachener Frauen, die am Nachmittag bei einer Spezialführung und vor allem am Abend vorgestellt wurden.

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Alle Fotos: Ute Haupts

Dass Aachen nicht nur Karneval feiern kann, sondern auch tolle Feste gestaltet, ist uns beim Festabend bestätigt worden. Solch einen Empfang beim Eintritt in den geschmückten Saal hat niemand erwartet! Das Orchester der Geigenklassen der Grundschule Hanbruch, die von der Gruppe Aachen finanziert wird, spielte mit großem Eifer auf und erzeugten sofort gute Laune.

Bei ihrer launigen Begrüßung bedankte sich Prof. Dohmann für das große Interesse der Mitglieder von Frau und Kultur und dankte Ihrem Team für die großartige Organisation. Sie stellte auch die holländische Pianistin Renée Derks vor, die am Piano die Gäste schon mal bei der Vorspeise bestens unterhielt.

Da Oberbürgermeister Philipp leider verhindert war, sprach die Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Conradt das Grußwort und stellte die Frage, ob Frauenverbände noch zeitgemäß sind. Ja! sie leisten einen wichtigen Beitrag, Frauen stark zu machen.

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Frau Kessler-Slotta dankte der Aachener Gruppe für die vielfältige und gute Vorbereitung der Tagung. Einige unserer Damen sind schon ein Tag zuvor angereist, um den Dom und die Schatzkammer zu besichtigten.

Die Kulturbeauftragte der Stadt Aachen Susanne Schwier betonte in ihrem Grußwort, dass wir doch alle unsere Neugierde behalten sollten und ging auch auf die Musikschule ein. Dank der Förderungen erleben die Kinder Teamfähigkeit, Stolz, Haltung und eine gute Netzbildung.

Ein reichhaltiges Buffet sorgte bestens für das leibliche Wohl. Musikalischen Leckerbissen boten uns dabei mit ihren Liedern acht Herren von „Capella a Capella“ teils im Öscher Platt gesungen sowie bekannte Songs der Comedian Harmonists. Als sie dann singend durch den Saal gingen, brauste Jubel auf.

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Den Festvortrag hielt Dr. Holger Dux über berühmte Aachener Frauen, die er teilweise bei seiner Führung am Nachmittag vor Ort vorstellte, wie z.B. Helene Weber, die als „Mutter des Grundgesetzes“ für die BRD angesehen wird oder Clara Fey, die aus eigenen Mitteln eine Armenschule initiierte und am 5. Mai in Aachen selig gesprochen wurde.

Das abwechslungsreiche Festprogramm endete mit einem Gedichtvortrag von Mascha Kaleko über die Leistung der Frau in der Kultur, gelesen von der Theaterleiterin Ingeborg Meyer.

Am nächsten Morgen begann die Jahreshauptversammlung. Zu Beginn informierte Ingeborg Meyer über die Theaterschule Aachen e.V., die von Frau und Kultur eine Spende erhielt.

Nach der Gedenkminute für die verstorbenen Damen wurden die personellen Veränderungen in den Gruppen vorgetragen. Ein weiterer Diskussionspunkt war die neue Datenschutzverordnung, die Ende Mai in Kraft trat.

Im Zusammenhang mit dem Akquirieren engagierter Damen für die Vorstandarbeit allgemein, wies Prof. Dohmann auf die Teamarbeit hin, dass Hierarchien abgebaut werden sollten und jede Frau aus dem Team bestimmte Aufgaben eigenständig durchführen kann.

Inge Kellersmann

Spende an die Theaterschule Aachen e.V.

Traditionsgemäß hat der Deutsche Verband Frau und Kultur e.V. im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einer gemeinnützigen Organisation eine respektable Spende überreicht. Sie geht in diesem Jahr an die Theaterschule Aachen e.V. .

Unter der Leitung von Ingeborg Meyer bietet die Theaterschule nicht nur ein vielseitiges Kursprogramm für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und Kinder an, u.a. Theater-AGs in Schulen und Kurse für Gehörlose.

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Jahresbericht 2017

Meine lieben Damen,

mein Jahresbericht umfasst wie gewohnt die unterschiedlichen Schwerpunkte meiner Tätigkeit: die Planung und Durchführung zweier jährlich stattfindender Tagungen, die Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster, die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat in Berlin, die Bewältigung anstehender Probleme in den Gruppen sowie Ansprechpartnerin zu den vielfältigen Fragen von Vorsitzenden und Mitgliedern zu sein.

Unsere Bundestagung 2017 fand gemeinsam mit 118 Damen aus ganz Deutschland am 23./24. April im Maritim Konferenzhotel in Darmstadt statt. Integriert in das Kulturprogramm des Tagungsablaufes wurde das dortige weltberühmte Jugendstilensemble der Mathildenhöhe inklusive des Museums besucht, fabelhaft abgerundet durch einen Kurzvortrag des Leiters des Instituts Mathildenhöhe, Herrn Dr. Philipp Gutbrod. Der darauffolgende Vormittag war der Mitgliederversammlung mit Wahlen und anstehenden Fragestellungen vorbehalten. Im November trafen sich traditionsgemäß im Liudger-Haus in Münster der Bundesvorstand, die Gruppenvorsitzenden mit Stellvertreterinnen sowie die Redaktion unserer Zeitschrift, um Neuausrichtungen zu diskutieren und Problemlösungen anzustreben. Die intensive Kommunikation erleichtert die Pflege guter und einvernehmlicher Kontakte zu den Gruppenvorsitzenden und untereinander, sie stellt somit auch ein wichtiges Element unseres Verbandslebens dar.

Die Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster ist fortgesetzt worden. Anfang September 2017 besuchten 12 Damen das dreitägige Seminar, das ausschließlich für Damen unseres Verbandes vorgesehen war. Die kompetente und uns wohl vertraute Literaturspezialistin Dr. Christiane Dahms widmete sich medienübergreifend dem Thema „Traumwelten“. Ausgesuchte Texte und Zeitdokumente leuchteten den überraschend vielfältig oszillierenden Begriff aus und veranlassten die Teilnehmerinnen zu reger Mitarbeit. Allerdings wird der spezielle Exklusivitätscharakter dieses Seminars so nicht weiter geführt werden, da der ausrichtenden Institution durch die überaus wechselhafte Teilnahme finanzielle Einbußen entstanden sind. Von 2018 an werden nach wie vor Literaturseminare in der Akademie Franz Hitze angeboten, die aber jedem Interessierten offen stehen, also auch den Damen unseres Verbandes.

Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat in Berlin ist fortgesetzt worden. Dazu bot die Teilnahme an der Mitgliederversammlung vom 23./24.Juni 2017 Gelegenheit, um sich gemeinsam im Engagement für die Gleichstellung in Politik und Gesellschaft einzusetzen, u.a. mit dem Schwerpunkt für eine geschlechtergerechte, soziale und solidarische Organisation des Gesundheitswesens.

Im Juni 2017 hat die Gruppe Gütersloh ihre Auflösung beschlossen, die nach rechtmäßiger Kündigung erst mit dem 01. Januar 2018 in Kraft getreten ist. Wir bedauern diese Entwicklung außerordentlich, zumal die Gruppe über 70 Mitglieder verfügte. Trotz intensiver Bemühungen von Frau Volkland und mir konnten wir die Damen in Gütersloh weder umstimmen noch dazu motivieren, von diesem finalen Schritt Abstand zu nehmen.

Im Zusammenhang mit der Übergabe der Verbandsspende an die Luise Büchner-Gesellschaft e.V. der Stadt Darmstadt, die wir in Abstimmung mit der Frauenbeauftragten Darmstadts dieser Institution im April 2017 übergeben haben, war ich wiederholt dort zu Gast. Am 2. Juni wurde das Denkmal für Luise Büchner in Darmstadt eingeweiht, zu dessen Finanzierung wir mit unserer Spende erheblich beigetragen haben. Luise Büchner (1821-1877), jüngere Schwester des Schriftstellers Georg Büchner, zählt zu den weiblichen Berühmtheiten Darmstadts. Sie hatte zusammen mit der Großherzogin Alice von Hessen und bei Rhein den Alice-Frauenverein für Krankenpflege gegründet und sich zeitlebens für die berufliche Bildung von Mädchen und Frauen eingesetzt, ein Recht, das ihr verwehrt worden war. Außerdem war ich Ende November 2017 Gast des Symposiums „Rollenbilder – Rollenwandel. Perspektiven für Frauen in den Medien“. Am darauffolgenden Tag konnte ich an der Verleihung des Luise-Büchner-Preises für Publizistik an Barbara Beuys teilnehmen, der auch alle vier Preisträgerinnen der Vorjahre – Bascha Mika, Lisa Ortgies, Luise Pusch und Barbara Sichtermann – beiwohnten. Die Veranstaltung war geprägt von Frauenpower in Worten und Musik wie auch umsichtig vorbereitet von vielen helfenden Händen hinter den Kulissen.

Im September 2017 ist die Vereinshaftpflichtversicherung mit der ERGO Victoria in Kraft getreten, die die Aktivitäten des Bundesvorstandes für den Verband absichert. Darüber hatten wir uns im Rahmen unserer Bundestagung 2017 verständigt.

Der Austragungsort der nächsten Bundestagung wird vom 28./29. April 2019 Würzburg sein. Entsprechende Vorgespräche haben Frau Volkland und ich mit dem ausrichtenden „Maritim Hotel Würzburg“ Anfang April geführt. Ein Tagungsprogramm werden wir den Gruppenvorsitzenden und Verantwortungsträgerinnen im Rahmen unseres diesjährigen Herbsttreffens am 11./12. November 2018 aushändigen.

Meinen lieben Kolleginnen im Vorstand danke ich recht herzlich für die engagierte Mitarbeit und Hilfe bei allen anstehenden Fragen und Problemen. Ihnen allen, meine lieben Damen, danke ich ebenso und bitte Sie herzlich um weitere, wohlwollende Unterstützung.

Ihre Elisabeth Kessler-Slotta

Jahresbericht 2016

Meine lieben Damen,

mein Jahresbericht umfasst die unterschiedlichen Schwerpunkte meiner Tätigkeit:
die Planung und Durchführung zweier jährlich stattfindender Tagungen, die Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster, die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat in Berlin, Jubiläumsfeiern in verschiedenen Gruppen, die Bewältigung anstehender Probleme in den Gruppen sowie Ansprechpartnerin zu den vielfältigsten Fragen von Vorsitzenden und Mitgliedern zu sein.

Im Rahmen unserer Bundestagung 2016 konnten wir gemeinsam mit 170 Damen aus ganz Deutschland das 120-jährige Jubiläum unseres Verbandes im April in Hannover begehen. Gut organisiert und eingebettet in ein reichhaltiges Kulturprogramm hat uns die ausrichtende Gruppe Hannover einen festlichen Abend im Hotel Courtyard Marriott am Maschsee mit Musik, zahlreichen Ehrengästen aus der Stadt, Literatureinlagen und Kulinarik beschert. Der darauffolgende Vormittag war der Mitgliederversammlung mit Wahlen und anstehenden Fragestellungen vorbehalten.

Im November trafen sich traditionsgemäß im Liudger-Haus in Münster der Bundesvorstand, die Gruppenvorsitzenden mit Stellvertreterinnen sowie die Redaktion unserer Zeitschrift, um Neuausrichtungen zu diskutieren und Problemlösungen anzustreben. Die intensive Kommunikation ermöglicht zudem die Pflege guter und freundschaftlicher Kontakte zu den Gruppenvorsitzenden und deren Vorständen und stellt somit auch ein wichtiges Element unseres Verbandslebens dar.

Die Kooperation mit der Akademie Franz Hitze Haus in Münster hat sich im Bereich der Literatur fortsetzen lassen. Anfang September 2016 besuchten Damen aus 17 Gruppen das dreitägige Seminar, das ausschließlich für Damen unseres Verbandes vorgesehen war. Die kompetente und uns mittlerweile wohl vertraute Literaturspezialistin Dr. Christiane Dahms widmete sich medienübergreifend dem Thema „Wien um 1900“. Vielschichtige Texte und Zeitdokumente vermittelten ein facettenreiches Bild jener Umbruchzeit und veranlassten die Teilnehmerinnen zu reger Mitarbeit.

Die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Frauenrat als übergreifender Vereinigung von Frauenverbänden in der Bundesrepublik Deutschland ist fortgesetzt worden. Dazu bot erstens die Teilnahme an der Feier zum 30-jährigen Bestehen des Bundesfrauenministeriums Anfang Juli 2016 in Berlin Gelegenheit. Im Zentrum der Feier stand der Rückblick der Ministerin Manuela Schwesig auf eine erfolgreiche Frauen- und Gleichstellungspolitik, die unsere Gesellschaft nachhaltig verändert und geprägt hat. Und zweitens war ich gleichfalls in Berlin Gast beim Jahresempfang anlässlich des Internationalen Frauentages Anfang März 2017. Auch hier hat die Ministerin Schwesig Gesetzesänderungen und Gesetzesvorschläge bilanziert sowie weitere Fragen etwa zur Gleichstellung der Frau in puncto Lohngerechtigkeit aufgeworfen und das Thema Gleichberechtigung weiterhin als generelles Desiderat angemahnt.

Zahlreiche Jubiläen in den Gruppen waren in den vergangenen Monaten zu verzeichnen. Ende April 2016 feierte die Gruppe Nürnberg ihr 100-jähriges Bestehen mit einer stimmungsvollen Festveranstaltung, zu deren Highlights eine Modenschau mit nostalgischen Hutmodellen,vorgeführt von Damen der Gruppe Nürnberg, zählte. Eingebunden in die respektable Ausgabe einer eigenen Zeitschrift „Frau und Kultur – Gruppe Nürnberg“ und als „Rückblick 2016“ betitelt, vermögen Texte und Bilder davon einen anschaulichen Eindruck zu vermitteln.

Ende Juni 2016 feierte die Gruppe Bochum ihr 95-jährges Jubiläum in den Räumen der Gesellschaft Harmonie mit einem musikalischen Rückblick in ihre Gründungszeit. Ein Duo trug bei sommerlicher Hitze ein Potpourri schwungvoller Schlager der 1920er Jahre vor.

Anfang Oktober 2016 beging die Gruppe Gießen ihr 90-jähriges Bestehen, in dessen Rahmen die Vorsitzende Dr. Annegret Körner den Ehrenbrief und die Ehrennadel des Landes Hessen für ihr verdienstvolles ehrenamtliches Wirken aus den Händen der Oberbürgermeisterin erhielt. Meine Stellvertreterin, Ursula Dorothee Volkland, hat mich bei dieser Festveranstaltung in Gießen vertreten.

Mitte März 2017 war ich Gast beim 30-jährigen Bestehen der Gruppe Bad Neuenahr-Ahrweiler. Bei frühlingshaften Temperaturen konnte ich eine Feier miterleben, die dem Namen unseres Verbandes alle Ehre machte: Literarische Texte, vorgetragen von Anke Linsa und den Damen des Vorstandes, sowie eigene Erlebnisse von Studienreisen und Erinnerungen, musikalisch umrahmt von einem örtlichen Mandolinen- und Gitarrenorchester, verliehen dem Nachmittag eine überaus stimmungsvolle Wirkung.

Mitte Oktober 2016 traf uns völlig überraschend die Insolvenz des Verlagshauses Monsenstein und Vannerdat OHG in Münster, des Druckhauses unserer Zeitschrift. Dank des tatkräftigen und beherzten Agierens von Inge Kellersmann konnte binnen kurzer Zeit ein neues Druckhaus, die Stober GmbH in Eggenstein, gefunden werden, so dass die Drucklegung von Heft 3/2016 nahezu in gleicher Weise und von vielen Leserinnen sicherlich unbemerkt – erfolgen konnte und zukünftig wird.
Dr. Elisabeth Kessler-Slotta

Nachruf

Am 08.02.2017 ist die ehemalige 1. Vorsitzende der Gruppe Hannover, Frau Gunhild Koch, im Alter von 93 Jahren verstorben. Frau Koch leitete die Gruppe Hannover von 1983 – 1995 in äußerst anerkennenswerter Weise und hat segensreich für alle Mitgliedsdamen gewirkt. Nach ihrem Gruppenvorsitz wurde sie Ehrenvorsitzende der Gruppe Hannover. Der “Deutsche Verband Frau und Kultur e. V.” ist Frau Gunhild Koch zu höchstem Dank verpflichtet, gedenkt ihrer mit größter Hochachtung und Respekt und wird ihr ein ehrendes Andenken bewahren.

Bundestagung 2016 in Hannover

Die diesjährige Bundestagung fand in gemeinsamer Planung mit dem Vorstand der Gruppe Hannover in der Landeshauptstadt Niedersachsens vom 17. bis 18. April 2016 statt. Tagungsort war das Hotel Courtyard Marriott am Maschsee.

Ein Sektempfang bildete den Auftakt zu einem Gala-Abend, der das 120jährige Bestehen unseres Verbandes feierlich beging, musikalisch umrahmt und akzentuiert vom Duo Wegner, den Geschwistern Prof. Dr. Hans-Jörg Wegner, Flöte und Ellen Wegner, Harfe. Nach einer herzlichen Begrüßung durch Sibylle Weitkamp, der 1.Vorsitzenden der Gruppe Hannover, ließ die Bundesvorsitzende Dr. Elisabeth Kessler-Slotta die historische Entwicklung unseres Verbandes in Kurzform Revue passieren. Weitere Grußworte wurden ausgesprochen von Dr. Carola Schelle-Wolff, Direktorin der Stadtbibliotheken Hannover, sowie von Prof. Dr. Thomas Schwark, Direktor der Museen für Kulturgeschichte Hannover. Den Festvortrag „Sophie Kurfürstin von Hannover (1630-1714)“ hielt Martina Trauschke, Pastorin an der Neustädter Hof- und Stadtkirche und Leiterin der Ev. Stadtakademie Hannover. Kenntnisreich und lebendig vermittelte sie Einblicke in die Vita und das Wirken der Kurfürstin, der sie auch eine Publikation gewidmet hatte. Ein reichhaltiges Buffet sorgte für die kulinarischen Genüsse des Abends.

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Nachmittags hatten die 170 aus ganz Deutschland angereisten Damen ein intensives Kulturprogramm absolviert, das traditionell unsere Treffen begleitet. In drei Bussen offerierten kundige Stadtführerinnen unter dem Motto „Hannover ganz groß“ die Sehenswürdigkeiten und Stadtentwicklungen Hannovers. Die Besichtigung der weltberühmten Herrenhäuser Gärten inklusive des Gartentheaters und der von Niki de Saint Phalle gestalteten Grotte bildeten die Höhepunkte des Kulturnachmittags.

Den Vormittag des 18. April dominierte die Jahreshauptversammlung, u.a. mit der Wiederwahl von Dr. Elisabeth Kessler-Slotta als Bundesvorsitzende wie auch derjenigen von Ursula Dorothee Volkland als stellvertretende Vorsitzende. Beide Wahlen erfolgten einstimmig.

Die Spende des Verbandes ging in diesem Jahr an das Projekt „Frauenorte Niedersachsen“. Die Geschäftsführerin Antje Peters und die Projektleiterin Heidi Lindner vom Landesfrauenrat e.V. dankten dem Verband vor der Versammlung ausdrücklich für die Unterstützung.

Ein gemeinsames Mittagessen schloss die Bundestagung und die ausgefüllten Kulturtage in Hannover ab.

 

Bundestagung 2015 des Deutschen Verbandes Frau und Kultur e.V.

Die Bundestagung fand dieses Jahr im Rahmen des 110-jährigen Jubiläums der Gruppe Freiburg vom 26. bis 27. April 2015 im Novotel Freiburg statt.

110 Jahre „Frau und Kultur“ in Freiburg,

Ein kleiner Verband im Süden der Republik feierte sich und sein Jubiläum.

Auf die Anfrage des Bundesvorstandes, ob wir unser Jubiläum zusammen mit der Jahreshauptversammlung in Freiburg feiern möchten, hatten wir zuerst Bedenken wegen der Finanzierung und des Arbeitsaufwandes eines solchen Festes.

Aber dank der großzügigen Spenden aus unserer Gruppe und diverser Sponsoren, konnte das Rahmenprogramm bald zusammengestellt und in großen Teilen schon organisiert werden.

Zunächst musste ein Hotel in günstiger Lage gefunden werden, das den räumlichen Bedürfnissen entspricht. Die Gestaltung des Festes, die Einladung der Ehrengäste, Stadtführungen mit anschließendem Orgelkonzert im Münster, Flügeltransport für das Klavierkonzert am Abend, Blumenschmuck aussuchen, Gastgeschenke besorgen, das Gestalten und Drucken der Programme und Einiges an Unvorhergesehenem waren zu erledigen.

Dem großen Organisationstalent von Ilse Gremmelspacher, bei der alle Fäden zusammenliefen, ist es zu verdanken, dass die Vorbereitungen und Abläufe des Festes alle erfolgreich gelingen konnten. Zusammen mit Gertud Hiss waren sie beide unermüdlich im Einsatz und jederzeit für uns ansprechbar.

Am 26. April 2015 konnten wir dann zu Jubiläumsfeier und Jahreshauptversammlung 170 „Kultur-Frauen“ aus ganz Deutschland bei uns in Freiburg begrüßen.

Um 14 Uhr trafen wir uns im Novotel, verteilten uns auf 6 Gruppen für die Stadtführungen mit professionellen Stadtführerinnen, begleitet von Mitgliedern der Freiburger Gruppe, die zu erkennen waren an grünen Schals, Freiburg = Green City. Nach „Schuhkontrolle“ wegen des Kopfsteinpflasters und dem Hinweis, nicht in ein Bächle zu treten, sonst muss man einen Freiburger heiraten!, starteten die Gruppen. (Bis zum Ende der Tagung haben wir keine Nachricht erhalten, dass wir eine Hochzeit organisieren müssten.)

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Wir trafen uns alle wieder um 15:30 Uhr im Münster zu einem beeindruckenden Orgelkonzert an allen vier Orgeln, dargeboten von Prof. Bernhard Marx.

Der festliche Abend begann um 18 Uhr im Novotel mit einem Sektempfang.

Bei jedem Gedeck lagen zur Begrüßung ein süßes Stückle Freiburg und für die bessere Orientierung ein ausführlicher Stadtführer.

Der Festakt begann mit einem Klavierbeitrag von Prof. Axel Gremmelspacher, gefolgt von der Begrüßung durch die Vorsitzende Ilse Gremmelspacher, durch die Ansprache der Bundesvorsitzenden, Frau Dr. Elisabeth Kessler-Slotta, sowie Grußworte des Bürgermeisters der Stadt, Herrn Ulrich von Kirchbach und der Frauenbeauftragten Simone Thomas. Den Abschluss bildete ein weiterer Klavierbeitrag von Prof. Axel Gremmelspacher.

Ein gemeinsames Abendessen und vielfältiger Austausch bei interessanten Gesprächen bildeten den Abschluss dieses Abends.

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Nach der Mittgliederversammlung am Montagmorgen und gemeinsamem Mittagessen fuhren wir mit einem Bus nach St. Peter im Schwarzwald, wo wir die Kirche, den Rokokosaal und die berühmte Barockbibliothek besichtigten. Den Abschluss bildete der Besuch der Wallfahrtskirche Maria Lindenberg. Wir genossen die herrliche Aussicht auf den Schwarzwald und das Dreisamtal und kehrten ein in die Pilgergaststätte Maria Lindenberg zu Kaffee und Kuchen oder einem Schwarzwälder Vesper (sprich:Veschber!).

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Wir danken allen unseren Gästen, dass sie mit uns gefeiert haben. Sollten Sie den Süden der Republik mal wieder besuchen wollen, würden wir uns sehr freuen, Sie bei „Frau und Kultur“ Freiburg begrüßen zu dürfen.

Christel Luise Hoch und Gertrud Hiss